Ein Ultra-Cycling-Rennen, ja. Eines der anstrengendsten, die es gibt. Berge, die kein Ende nehmen. Wind, der dich formt. Hitze, Kälte, Sonne, Regen, kurze Nächte – und Stunden, in denen nur noch das Rad und du existieren.
Drei Strecken stehen zur Wahl:
950 km | 24500m +
2.600 km | 54000m +
5.000 km | 116000m +
Die Zahl der Kilometer sagt wenig über die eigentliche Distanz aus, die auf dieser Reise zurückgelegt wird. Jede Länge trägt ihre eigene Herausforderung, ihre eigene Tiefe – die kurze Strecke so intensiv wie die lange, nur in einem anderen Atemrhythmus.
Es gibt eine Ankunft, eine Zeit, eine Platzierung. Aber das ist nicht, worum es geht.
Es geht um das, was zwischen den Kilometern passiert. Um die Stille, wenn der Körper längst erschöpft ist und der Kopf plötzlich klar wird. Um die Weite, die sich öffnet, wenn man aufhört, dagegen anzukämpfen.
Vielleicht ist es das: ein Pilgern auf zwei Rädern. Ohne Erwartung. Ohne Vorgabe.
Nur eine Einladung – den Weg zu gehen, der sich zeigt. Die Distanz wählst du. Die Reise nach innen beginnt bei jeder gleich.
Mehr über den Spirit von MountainPilgrimage erfährst du hier
A bikepacking race, yes. One of the toughest there is. Mountains that never seem to end. Wind that shapes you. Heat, sun, short nights — and hours where nothing exists but the bike and you.
Three routes to choose from:
950 km | 24500m +
2,600 km | 54000m +
5,000 km | 116000m +
But the number of kilometers says little about the real distance covered on this journey. Each length carries its own challenge, its own depth — the short route as intense as the long one, just in a different rhythm of breath.
There’s an arrival, a time, a placing. But that’s not what this is about.
It’s about what happens between the kilometers. The silence, when the body is long since exhausted and the mind suddenly turns clear. The vastness that opens up, once you stop fighting it.
Maybe that’s what it is: a pilgrimage on two wheels. No expectations. No prescriptions.
Just an invitation — to walk the path that reveals itself. You choose the distance. The journey inward begins the same, at every length.
Learn more about the spirit of MountainPilgrimagehere
Montvernier Eines der Highlights der französischen Alpen. Auf nur vier Kilometern Länge und 350 Höhenmetern bietet diese Perle sage und schreibe 18 Haarnadelkurven. Ein Muss für jeden Liebhaber kurvenreicher, gemächlicher und lohnender Fahrten.—One of the highlights of the French Alps. With a length of just four kilometers and an altitude difference of 350 metres, this …
Große Scheidegg Die Große Scheidegg zählt nicht nur zu den schönsten Pässen der Schweiz, sondern ganz Europas. Allerdings muss man sich das einzigartige Erlebnis verdienen.—The Grosse Scheidegg is not only one of the most beautiful passes in Switzerland, but in all of Europe. However, you have to earn the unique experience.
Furkapass / Grimselpass Die Schweizer Riesen Furka- und Grimselpass stehen auch auf dem Programm, selbstverständlich oder? 😉—The Swiss giants Furka and Grimsel passes are also on the agenda, of course, right? 😉
Route
Dies ist eine Vorschau-Version der Routenführung. Bis zum Start wird sie noch überarbeitet und korrigiert – die finale Fassung steht rund vier Wochen vorher zur Verfügung.
Die Strecke verläuft durchgehend auf asphaltierten Straßen.
Ein Tipp vorab: Bei den vielen Anstiegen lohnt sich ein leichtes Rad mit bergtauglicher Übersetzung. Und auch sonst gilt – bei der gesamten Ausrüstung zählt jedes Gramm.
Noch ein Hinweis: Versucht, möglichst nachhaltig zur Anreise anzureisen – mit der Bahn, dem Rad oder in Fahrgemeinschaften mit anderen Teilnehmenden. Jeder klimaschonende Kilometer auf dem Weg dorthin ist schon Teil des Geists dieser Reise.
Note: Preview Version of the Route
This is a preview version of the route. It will still undergo revisions and corrections before the start — the final version will be available about four weeks in advance.
The route runs entirely on paved roads.
One tip in advance: with all the climbing involved, a lightweight bike with mountain-friendly gearing is well worth it. And beyond that — when it comes to gear, every gram counts.
One more thing: please try to get to the start as sustainably as possible — by train, by bike, or by sharing a ride with other riders. Every low-carbon kilometer on the way there is already part of the spirit of this journey.
Die Pässe – The Passes – Les Cols
Kleiner Semmering Pass
Klammhöhe
Niederalpl
Jasnitz–Eibeggsattel
Hebalm
Packsattel
Klippitztörl (1.842 m)
Bleiberger Straße – höchster Punkt (940 m)
Nassfeld Pass (Passo di Pramollo)
Forcella di Lius (1.005 m)
Passo del Cason di Lanza
Monte Zoncolan
Sella Ciampigotto
Passo Tre Croci
Passo Giau
Passo di Fedaia
Passo Pordoi
Passo Campolongo
Passo Gardena
Passo Sella
Passo di Costalunga (Karerpass)
Kreiter Sattel
Passo della Mendola (Mendelpass)
Brezer Joch (Forcella di Brez)
Passo del Tonale
Passo di Foscagno
Passo d’Eira
Passo del Bernina
Passo dell’Albula
Oberalppass
Grosse Scheidegg
Jaunpass
Col de la Croix
Pas de Morgins
Col du Corbier
Col de l’Encrenaz
Col de la Ramaz
Col des Pitons
Col de Cochette (587 m)
Col de Champlaurent
Col du Grand Cucheron
Col du Chaussy
Col du Télégraphe
Col du Galibier
Col d’Izoard
Col de Vars
Col/Cime de la Bonette
Semnoz
Col du Perjuret
Mont Ventoux
Mont Aigoual
Pic de Nore
Col d’Al Bosc
Col de Pailhères
Pas de Souloumbrie
Col de Lers
Col de Latrape
Col de Core
Col de Menté
Port de Balès
Col de Peyresourde
Col de Val Louron-Azet
Col d’Aspin
Col du Tourmalet
Col d’Aubisque
Col de Marie-Blanque
Col de Labays
Col de Larrau (Puerto de Larrau)
Col d’Ibañeta (Puerto de Ibañeta)
Col d’Ispéguy
Basakabi Pass (Ezkurra Pass)
Alto de Urraki (679 m)
Bikotx Gane Pass (565 m)
Alto de Ubal
Puerto de La Sía
Alto de San Martín
Alto de San Cipriano
Collada de Carmona
Collado de Ozalba
Collado de Hoz (658 m)
Puerto de San Glorio
Puerto de Panderrueda (1.450 m)
Alto de La Colladona (850 m)
Alto del Cordal
Alto de l’Angliru
Alto de El Segredal
Alto de Penouta
O Picato
Rules
Riders must complete the full course (provided GPX track) from start to finish.
Riders must be fully self-supported.
No drafting at any time.
Riders must follow the local laws at any time.
All kind of human powered Bicycles allowed.
No Drugs.
Spirit
MountainPilgrimage ist eine Bikepacking-Veranstaltung. Mit Sicherheit eine der anstrengendsten überhaupt. Es gibt eine Rangliste je nach Zielankunft. Aber entscheidend ist das Ankommen – oder gar das Unterwegssein: über Berge, durch Wind, Hitze, Sonne, durch lange Tage und kurze Nächte. Durch Herausforderungen und Krisen, die mich an und über meine Grenzen bringen. So führt mich diese Reise fast automatisch in die Weite.
So liegt in dieser Reise eine Einladung, den Weg auch als inneren Prozess zu erleben. Als eine Art Pilgern auf dem Fahrrad. Ohne Vorgabe. Ohne Erwartung. Als Möglichkeit.
Wie wir Ultraradfahrende vermutlich schon alle erlebt haben, rückt auf sehr langen Distanzen oft wie von selbst das Wesentliche in den Vordergrund. So sind wir wochenlang nur mit minimalistischem Gepäck unterwegs, wir treffen immer wieder einfache, aber ganz zentrale Entscheidungen („wo schlafe ich?“, „wann und was bekomme ich heute noch zu essen?“). Dieses einfache Leben erscheint den Meisten von uns nicht als Verzicht, sondern wie eine Erleichterung. Unser Blick fokussiert sich auf den Moment, wir leben im Hier und Jetzt. All die (all)täglichen Herausforderungen wie Wind, Regen, Hitze, Umwege, Müdigkeit und Höhenmeter gehören dazu und damit auch die Erfahrung, dass nicht alles planbar ist. Wer in solch schwierigen Momenten annimmt, was gerade ist, bleibt beweglicher und spart Kräfte, die sonst im Widerstand verloren gehen. Das immer wieder als Lernende zu üben ist für Viele von uns auch ein wesentliches Ziel von Bikepacking-Veranstaltungen. Für MountainPilgrimage gilt dies im Besonderen.
Hilfreich dafür sind die self-supported-Regeln inklusive der Vorgabe, sich im Vorfeld keine Unterkunft zu buchen. So entwickelt sich für die Teilnehmenden Vieles erst unterwegs: Pausen, Schlafplätze, Begegnungen, kleine Lösungen. Genau darin liegt für viele der Reiz: sich einzulassen auf das, was kommt und darauf zu vertrauen, dass sich der Tag Meter für Meter sortiert. Manchmal stellt sich dabei ein Rhythmus ein, der trägt: treten, atmen, schauen. Gedanken werden leiser, der Moment wird klarer, und es entsteht dieser Zustand, den viele als Flow kennen.
Und dann sind da die Grenzen. Diese Tour macht sie sichtbar – körperlich und mental. Das ist kein Scheitern, sondern Teil des Weges. Grenzen zu respektieren heißt, Signale zu hören, klug zu entscheiden, Pausen ernst zu nehmen und sich nicht zu überfordern. Gleichzeitig braucht es Offenheit: für Veränderungen, für unerwartete Abzweigungen, für neue Perspektiven. Selbstversorgt zu fahren bedeutet Verantwortung. Es bedeutet aber nicht, alles alleine machen zu müssen. Auch das kennen viele: dass ein kurzer Hinweis zum Weg, ein Wasserhahn, ein freundlicher Moment oder ein Stück gemeinsame Etappe unglaublich viel bedeuten kann. Hilfe annehmen zu dürfen und zu können gehört genauso dazu wie das Geben.
Viele Stunden wird es still sein. Natur, Weite und Wiederholung schaffen Raum für Erfahrungen und daraus dürfen Erkenntnisse erwachsen. Und ein großer Teil des Weges passiert allein. Auch das ist vielen vertraut: Alleinsein kann fordern, aber es kann auch klären, ordnen, frei machen. MountainPilgrimage lässt beides zu – die sportliche Leistung und die innere Reise, das Tempo und die Tiefe, den Fokus nach außen und den Blick nach innen. Jede und jeder findet den eigenen Zugang.
Angemeldete Teilnehmende erhalten zusammen mit den Unterlagen auch das Buch „Mein Weg – Meine Reise“ als Inspiration zur Vorbereitung und als Begleiter für unterwegs. Es ist als Geschenk gedacht, weil MountainPilgrimage mehr sein kann als eine sportliche Herausforderung: ein Weg, der auch innerlich bewegt. Der Autor und Achtsamkeitslehrer Marco Fraleoni, greift Haltungen auf, die auf langen Strecken oft ganz von selbst auftauchen – Achtsamkeit im Moment, Dankbarkeit für das Einfache, Freundlichkeit (auch sich selbst gegenüber), die Kraft der Natur und die Wirkung der Bewegung. Die Impulse sind nicht an eine Fortbewegungsart gebunden. Sie passen auf Reisen, Etappen und ebenso in den Alltag ganz unabhängig davon, ob man geht oder fährt. Wer mag, nutzt es vor dem Start zur Einstimmung oder unterwegs als Impulsgeber und Tagebuch.
MountainPilgrimage is a bikepacking event. Certainly one of the most grueling of all. There’s a ranking based on finishing time. But what truly matters is the arrival—or even the journey itself: over mountains, through wind, heat, and sun, through long days and short nights. Through challenges and crises that push me to and beyond my limits. This journey almost automatically leads me into the vastness of space.
Thus, this trip offers an invitation to experience the journey as an inner process. As a kind of pilgrimage on a bicycle. Without a set plan. Without expectations. As a possibility.
As we ultra-cyclists have probably all experienced, on very long distances, the essentials often come to the forefront almost automatically. We travel for weeks with only minimal gear, constantly making simple but crucial decisions (“where will I sleep?”, “when and what will I get to eat today?”). This simple life doesn’t feel like deprivation to most of us, but rather like a relief. Our focus shifts to the moment; we live in the here and now. All the everyday challenges like wind, rain, heat, detours, fatigue, and elevation gain are part of the experience, along with the realization that not everything can be planned. Accepting what is in such difficult moments allows you to remain more adaptable and conserves energy that would otherwise be lost to resistance. Practicing this as a learner is a key goal of bikepacking events for many of us. This is especially true for MountainPilgrimage.
The self-supported rules, including the requirement not to book accommodation in advance, are helpful in this regard. This allows participants to develop many things along the way: breaks, places to sleep, encounters, and small solutions. For many, this is precisely the appeal: embracing what comes and trusting that the day will sort itself out meter by meter. Sometimes a rhythm emerges that sustains you: pedaling, breathing, observing. Thoughts quiet down, the moment becomes clearer, and that state arises which many know as flow.
And then there are the limits. This tour makes them visible – physically and mentally. That’s not failure, but part of the journey. Respecting limits means listening to signals, making wise decisions, taking breaks seriously, and not pushing yourself too hard. At the same time, it requires openness: to change, to unexpected detours, to new perspectives. Traveling self-sufficiently means responsibility. But it doesn’t mean having to do everything alone. Many also know that a quick tip about the route, a water tap, a friendly moment, or a shared stretch of the journey can mean so much. Being able to accept and receive help is just as important as giving.
Many hours will be silent. Nature, vastness, and repetition create space for experiences, and insights can emerge from them. And a large part of the journey is done alone. This, too, is familiar to many: being alone can be challenging, but it can also clarify, organize, and liberate. MountainPilgrimage allows for both – the physical achievement and the inner journey, the pace and the depth, the outward focus and the inward gaze. Everyone will find their own way.
Registered participants will receive the book “My Way – My Journey” along with their course materials, as inspiration for preparation and as a companion on the trail. It’s intended as a gift because MountainPilgrimage can be more than just a physical challenge: a journey that also stirs the soul. Author and mindfulness teacher Marco Fraleoni explores attitudes that often arise naturally on long treks – mindfulness in the moment, gratitude for simplicity, kindness (including towards oneself), the power of nature, and the impact of movement. These insights aren’t tied to any particular mode of transportation. They’re applicable to journeys, stages of a trip, and everyday life, regardless of whether you’re walking or cycling. Participants can use it before setting off to prepare or as a source of inspiration and a journal along the way.